Aktion Gedenksteine vom 6.03. – 20.04.

Der Brauch, einen Stein ans Grab zu legen, stammt aus der antiken Bestattungskultur der nahöstlichen Grabhöhlen, für deren Existenz uns schon die Tora das Beispiel der Machpela, einer Höhle bei Hebron gibt, die Abraham für seine Familie erworben hatte.

Vom Aschermittwochsgottesdienst (6.03.) bis Karsamstag, (20.04.)

Die Tradition einen Stein auf das Grab zu legen, ist keineswegs auf das Judentum beschränkt. Dieser Brauch hat sich besonders in manchen katholischen Gebieten Italiens erhalten, da auch das Christentum, z. B. im Markusevangelium  diesen Brauch erwähnt.

Es ist zunächst die praktische Funktion des sogenannten Dofèk, der als eine Art Riegel oder Sperre das unbeabsichtigte Wegrollen oder Verrutschen des meist runden Grabsteines, des Golèl, verhindern soll, der die Grabkammer verschließt. Zugleich ist es aber im Wortsinn auch ein ‘Anklopfen’ (des Steinchens an den Grabstein) und deshalb auch ohne die frühere praktische Funktion als „Gruß“ an den Toten zu verstehen.

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